In der Woche nach den Osterferien machte sich der Spanischkurs der 10. Klassen auf den Weg nach Santander, um dort das spanische Leben vor Ort kennenzulernen, die Sprache praktisch anzuwenden und Kontakte zum Colegio San José zu knüpfen.
Schon die Anreise hatte es in sich: Nach einem Zwischenstopp in Paris, wo wir die Chance nutzten, um mit etwa 25.00 Schritten die Stadt zu erkunden, und einer anschließenden Nacht im Bus erreichten wir Santander zwar etwas erschöpft, aber gespannt auf die Woche. Gleich zu Beginn erlebten wir eine kleine Odyssee im Nahverkehr – inklusive falscher Tickets. Dafür lernten wir direkt die Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort kennen: Am Ende kamen wir nicht nur gemeinsam an, sondern sogar zu wiederaufladbaren Fahrkarten, die es so gar nicht mehr zu kaufen gibt – sie wurden uns spontan von Fremden geschenkt.
Am Mittwoch lernten wir dann die Schüler der Deutschkurse des Colegio San José de la Pereda kennen und begaben uns im Rahmen einer Stadtführung auf die Spuren des Brandes von 1941. Dabei erkundeten wir das heute fehlende historische Zentrum von Santander – und entdeckten, warum gerade dieses Fehlen die Stadt auf besondere Weise historisch interessant macht.
Das Highlight der Fahrt war die Begegnung mit Kolleg*innen und Schüler*innen des Colegio San José im Zentrum von Santander. Am Donnerstag wurden wir herzlich empfangen und bekamen einen Einblick in den Schulalltag: Wir spielten mit den Kleinsten, der Klasse der Zweijährigen, auf dem Hof, besuchten den Musikunterricht der 8. Klassen, die bereits seit zwei Jahren Flöte spielen lernen, schnupperten in die Ausbildung der DJs herein und nahmen mit den Austauschschülern der 10. Klassen im schuleigene Studio Interviews für den Schulradiosender auf. Auch das gemeinsame Spielen und Wettstreiten auf dem Hof kamen nicht zu kurz.Am Freitag stand eine Stadtrallye in Kleingruppen mit den Schüler*innen der 4° de ESO, etwa unserer 10. Klasse, auf dem Programm – inklusive Eis und gemeinsamem Strandbesuch.
Abgerundet wurde die Fahrt durch vielfältige Erlebnisse wie ein Besuch des Centro Botín, Ausflüge zum Strand El Sardinero, dem Palacio de la Magdalena oder dem Leuchtturm Faro Cabo Mayor – und natürlich bei Tapas in einer urigen Bodega.
Immer wieder zeigte sich: „Einfach mal sprechen“ funktioniert - auch wenn nicht alles perfekt läuft. Und so kamen wir nach einer Woche mit vielen neuen Eindrücken und gestählten Beinen zurück nach Bad Kreuznach, wo wir hoffen, unsere Austauschpartner bald auch empfangen zu können.





