Bad Kreuznach, Gymnasium am Römerkastell
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Plastik an unserer Schule!

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Plastik an unserer Schule!

 

Zu viel Plastik?                                                                                      

Zu viel Plastik, zu viel Papier und letztendlich zu viel Müll: Täglich liefern Medien neue schockierende Zahlen über das Abfall-Aufkommen durch Verpackungen, Vermüllung der Meere und Mikroplastik als Umweltproblem. Mit Hilfe dieses Beitrags möchte ich euch einen Einblick in den Themenbereich Plastik und Umweltschutz an unserer Schule, dem Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach, anbieten. Außerdem werde ich Alternativen nennen, wie man Plastik in der Schule vermeiden kann. Ich habe eine Umfrage für Schüler/Innen erstellt. Unsere Schule hat ca. 1150 Schüler/Innen und 80 von ihnen haben an meiner Umfrage teilgenommen. Viele von uns beschweren sich wegen der Umweltverschmutzung, aber wir vergessen oft, dass die ganze Problematik schon mit Kleinigkeiten anfängt. Habt ihr schon mal geschaut, was alles im Ranzen eines Schulkindes zu finden ist? Spitzer, Brotdose, Taschenrechner, Lineal, Mäppchen, Stifte und der Ranzen selbst – fast alles ist aus Plastik.

 

Die Rolle unserer Schulsachen für die Plastikproduktion

Zum Schulanfang benötigt jedes Kind Schulsachen und es geht mit dem Einkaufen des Nachschubs weiter. Zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 sind rund 733.000 Schüler/Innen in Deutschland eingeschult worden. Diese Anzahl zeigt, dass der Konsum von Schulsachen notwendig und vorhanden ist. Und das kann nichts anderes bedeuten, als dass die Produktion von Plastikartikeln steigt. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer/Innen meiner Umfrage zu dem Thema „Plastik an der Schule“ behaupten, dass viele ihrer Schulsachen aus Plastik bestehen(Abb.1). Der Inhalt des Ranzens eines Schülers auf unserer Schule sieht so aus(Abb.2). Es gibt aber auch andere Produkte, die nicht aus Plastik sind und mit denen kann man schon etwas für die Umwelt tun.

Abb.2 (Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach,14.02.2020)

 

 

Und welche Produkte?

Um das herauszufinden, war ich letztens bei Müller, wo viele von uns für das Einkaufen unserer Schreibwaren hingehen. Die große Auswahl dort hat mich am Anfang irritiert. Alles, was ich zuerst um mich gesehen habe, war aus Plastik. Aber ich wusste, dass ich nach keinen Plastikprodukten suche, deshalb habe ich weitergesucht und kann euch versichern, dass auch andere Produkte vorhanden sind, die plastikfrei sind und der Preis ist meistens nicht höher als bei den Plastikprodukten.

Die alternativen Produkte zu den Plastikprodukten sind:

  • Spitzer aus Aluminium
  • Lineale aus Holz oder Aluminium
  • Kugelschreiber aus Holz und wenig Plastik
  • Buntstifte aus unlackiertem Holz
  • Schnellhefter aus Pappe
  • Und viele andere Produkte

Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 19.02.2020

 

Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 19.02.2020

 

 

Trinkflasche oder PET-Flasche?

1. Das ist PET

PET steht für Polyethylenterephthalat und ist ein thermoplastischer Kunststoff, der aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff besteht. Durch Erhitzen kann das transparente Material ge- und verformt werden, so dass daraus unterschiedlichste Behältnisse entstehen – wie zum Beispiel unsere PET-Flaschen. Auch die sogenannten Weichmacher tauchen im Zusammenhang mit PET immer wieder auf.

 

2. Die Vor- und Nachteile von PET

Wenn du schon mal eine PET-Flasche in der Hand gehalten hast, kennst du den offensichtlichsten Vorteil schon: Das Gewicht. PET-Flaschen sind leicht und somit der perfekte Begleiter für unterwegs. Das nahezu unzerbrechliche Material ist nicht nur sehr widerstandsfähig, sondern kann auch vollständig recycelt werden.

Ein Nachteil von kohlensäurehaltigen Getränken in PET-Flaschen: Sie verlieren über einen längeren Zeitraum schneller Kohlensäure. Auch reagieren sie bei Kontakt mit Fremdstoffen empfindlicher.

Obwohl mehr als Hälfte der befragten Teilnehmer eine Trinkflasche besitzt, bringen sie trotzdem auch PET-Flaschen mit in die Schule. Interessant oder? Aber ein Glück, dass viele ihre Flasche zumindest mit nach Hause nehmen und sie eher selten in der Schule liegen lassen. (Abb.3 und Abb.4) 

Abb.3 (Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 18.02.2020)

Abb.4 (Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 18.02.2020)

 

 

 Fast alle befragte Schüler/Innen finden diese Idee interessant:

Einführung eines Pfandsystems für PET-Flaschen in der Schule, um Plastikmüll zu vermeiden? Fast jeder Befragte hat „Ja“ angekreuzt. Dieses System kann wirklich Vorteile haben. So wird vermutlich die Wahrscheinlichkeit, dass Flaschen in der Schule liegen gelassen werden, noch geringer. Dass die Schüler/Innen nicht mehr die leere Flaschen den ganzen Tag im Ranzen mitschleppen müssen, ist natürlich auch ein Vorteil. Und dass sie das Pfand (0,25 Cent) dafür bekommen, ist sowieso wunderbar.

Der wichtigste Nachteil ist dagegen, dass die Schüler/Innen mehr PET-Flaschen kaufen und der Konsum an PET-Flaschen weiter steigt.  

 

Aus was bestehen unsere Trinkflaschen?

Wenn wir eine Trinkflasche haben, aber diese aus Plastik ist, ist das doch auch nicht viel besser, oder? Leider sind die Trinkflaschen der Schüler/Innen auf unserer Schule meisten aus Plastik.(Abb.5) Mit den Informationen, die ich hier zur Verfügung stelle, hoffe ich, dass wir noch einmal darüber nachdenken, welche Trinkflasche für Umweltbewusstsein und eine gesunde Lebensweise steht.

Abb.5 (Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 18.02.2020)

Trinkflasche aus Plastik, Glas, Edelstahl oder Aluminium? Welche ist besser?

Plastik
Bei Plastikflaschen solltet ihr darauf achten, dass kein Bisphenol A, BPA, drin steckt. „Das ist der Stoff, der im Verdacht steht, im Körper wie ein Hormon zu wirken“, erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anna Kohn. Eine Alternative wäre der Kunststoff Tritan. Plastik-Mineralwasserflaschen bestehen allerdings in der Regel aus PET (Polyethylenterephtalat) und enthalten kein Bisphenol A.

Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 19.02.2020

Glas
Glas hat den Nachteil, dass die Flaschen im Vergleich relativ schwer sind. Eine leere Trinkflasche von einer Marke mit 0,6 Liter Füllmenge wiegt knapp 500 Gramm. Das Glas muss so dick sein, wenn es bruchsicher sein soll. Gut ausgespült könnt ihr auch eine Mehrweg-Glasflasche aus dem Supermarkt benutzen, um eure Getränke mit zur Schule zu nehmen.

Aluminium
Aluminium hat bei manchen einen schlechten Ruf, sie bringen das Material mit  der Ursache für Alzheimer in Verbindung. Da ist aber nichts dran, berichtet das Bundesamt für Risikobewertung. Es gebe aber einen Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme und Brustkrebs, sagt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW. „Das bezieht sich aber auf Deos, die über die Lymphe im Achselbereich aufgenommen werden.“

Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 19.02.2020

Edelstahl
Der stärkste Punkt für die Flasche aus Edelstahl: Sie ist leicht. Eine Edelstahlflasche für 0,5 Liter wiegt nur 174 Gramm. „Das ist fürs Wandern oder für in die Handtasche schon besser geeignet“, sagt Anna. Damit sind sie auch sehr bruchfest und halten lange.
Der Nachteil: Sie sind relativ teuer.

Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 19.02.2020

Mülltrennung in unserer Schule

Auf die Frage „Trennst du deinen Müll in der Schule?“ habe ich fast von allen befragten Schüler/Innen eine Rückfrage bekommen: „Bei uns in der Schule kann man doch nicht den Müll trennen, oder?“ Ja, sie haben Recht. Die Möglichkeit, den Müll zu trennen, gibt es bei uns leider nicht. Bei uns geht nämlich alles in den gleichen Mülleimer.

Quelle: eigene Aufnahme, Bad Kreuznach, 13.02.2020

 

Wir, beziehungsweise die Schüler/Innen, sind entweder den halben Tag oder den ganzen Tag in der Schule und unsere Schule soll unser zweites Zuhause sein. Zuhause trennen wir doch alle unseren Müll, dann müssen wir auch dafür sorgen, in der Schule auch so eine Möglichkeit zu haben. Ich bin mir sicher, dass unser Schulleiter zu solch einer Idee, die unsere Umwelt schützen kann, nicht „Nein“ sagen wird.

 

Fazit

Ich denke, es gibt vieles, was wir als Schüler/Innen für unsere Umwelt in der Schule tun können. Dass wir Jugendliche an der Umwelt interessiert sind, zeigen wir durch unsere Teilnahme an Aktionen wie „Fridays for future“. Seitdem ich mich mit diesem Thema beschäftige, habe ich mir selbst auch viele Gedanken darüber gemacht, dass nur die Kleinigkeiten, auf die wir oft nicht achten, viel ausmachen. Ja, ihr habt Recht; ein plastikfreies Leben kann man sich heutzutage eher schwierig vorstellen. Aber da wir alle wissen, wie und mit welchen Folgen dieses Material recycelt wird und dass Plastik von der Umwelt nicht abgebaut werden kann (Plastik ist nicht abbaubar), warum sollen wir nicht nach Alternativen suchen. 

 

Quellen:

https://www.gerolsteiner.de/fileadmin/Contentbilder/MineralienUndGesundheit/GesundeErnaehrung/Projekt-Wasserwoche/PDF/Magazin/17_beitraege_PET.pdf

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/trinkflasche-welches-ist-das-richtige-material

https://pixabay.com/de/photos/mülltrennung-mülltonnen-recycling-502952/

https://de.statista.com/themen/250/schule/

 

 

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