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Mikroplastik in Textilien

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Mikroplastik in Textilien

Kunstfasern wie Nylon, Polyacryl oder Polyester sind günstig zu produzieren und damit sind sie bestens geeignet für die Fast Fashion Industrie. Die Produktion von Chemiefasern lag im Jahr 2015 bei 74 Prozent weltweit, Baumwolle hingegen lag nur bei 25 Prozent. Unser Konsumverhalten stellt ein großes Problem für die Umwelt da.

Problematik der Kunstfasern

Waschmaschine, Wäscheservice

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Synthetik-Fasern sind einer der Hauptverursacher der Verschmutzung der Meere durch Plastik. Bei jedem Waschen unserer Kleidung lösen sich Fasern heraus. Im Falle von synthetischem Gewebe in Form von Mikroplastik. Laut einer Studie der Plymouth University, lösen sich im Durchschnitt aus einem Kleidungsstück aus reinem Polyestergewebe rund 1900 Fasern pro Wäsche. Diese Fasern gelangen ins Abwasser und schließlich in Kläranlangen. Diese sind jedoch nicht im Stande die winzigen Plastikpartikel herauszufiltern und so gelangen diese ins Meer bis sie schließlich in der Nahrungskette und auf unseren Tellern landen.

Was kann man tun?
Eines der offensichtlichsten Lösungen ist es auf Synthetik-Fasern zu verzichten. Stattdessen Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Wolle zu kaufen.

Heutzutage ist es jedoch fast unmöglich komplett auf Kunstfasern in Kleidung zu verzichten, da beispielsweise kaum eine Jeanshose ohne diese zu finden ist. Allerdings gibt es Möglichkeiten für einen nachhaltigeren Gebrauch. So sorgen beispielsweise Waschbeutel dafür, dass die herausgelösten Fasern aufgefangen werden und nicht ins Abwasser gelangen. Diese können dann im Restmüll entsorgt werden. Außerdem sollte man Kleidung weniger und auf möglichst niedrigen Temperaturen waschen.

Letztlich sollte jeder sein Konsumverhalten überdenken und Wert auf langlebige, hochwertige Kleidungsstücke legen und nicht jedem Trend der Fast Fashion Industrie folgen.

Ein Beitrag von Theresa Mittwich

 

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