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Mikroplastik in Kosmetik

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Mikroplastik in Kosmetik

Mikroplastik in Kosmetik

Wenn man sich im Badezimmer umschaut, muss man schnell feststellen, dass fast alle unsere Kosmetikartikel in Plastik verpackt sind. Allerdings ist den wenigsten bewusst, dass nicht nur das Verpackungsmaterial aus Plastik besteht, sondern oftmals auch der Inhalt des Produkts.

Funktion von Mikroplastik in Kosmetika

Tube mit Peelingcreme, Foto: NABU/Sandra Kühnapfel

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/kunststoffe-und-bioplastik/25216.html

In vielen Kosmetikprodukten stecken winzige Plastikpartikel, sogenanntes Mikroplastik. Laut einer Studie des Frauenhofer[3] -Instituts gelangen jährlich 977 Tonnen Mikroplastik allein in Deutschland ins Abwasser. Ein Großteil steckt beispielsweise in Peeling oder Zahnpasta in Form von kleinen Kügelchen die als Schleifmittel dienen.

Außerdem in Shampoos, Make-up und Cremes kommt Mikroplastik in wachs- oder gelartiger Form vor und dient als Füllstoff oder Bindemittel. In Shampoos legt sich das Plastik als glättender Film um die Haare und vereinfacht das kämmen und waschen. In Make-up hingegen sorgt das Mikroplastik zum einen leichte gleichmäßig verteilbare Textur.

Auswirkungen
Die kleinen Plastikpartikel stellen ein großes Problem für Menschen und die Umwelt da. Die kleinen Plastikteilchen gelangen von unseren Haushalten, über das Abwasser in Kläranlagen. Allerdings sind diese nicht in der Lage das Plastik vollständig herausfiltern und so gelangen dieses in umliegende Gewässer, ins Grundwasser bis es sich schließlich in der Nahrungskette wiederfindet.

Mikroplastik erkennen
Mikroplastik in Kosmetik zu erkennen stellt für den Verbraucher oftmals eine Herausforderung da, denn die Inhaltstoffe lassen nicht sofort erkennen ob das Produkt Mikroplastik enthält.
Ein Anhaltspunkt bieten die Wortbestanteile Acryl, Polymer, Silan, Styrol, Styrene welche auf den Inhalt von Mikroplastik hindeuten.Um genauer zu erfahren was ein Produkt beinhaltet und was die aufgelisteten Inhaltsstoffe bedeuten, lässt beispielsweise mithilfe der App Code Check herausfinden. Durch das Scannen des Barcodes wird angezeigt ob das Produkt Mikroplastik enthält. Sollte dies der Fall sein schlägt die App nachhaltigere Alternativen vor die auf die Bedürfnisse des Verbrauchers angepasst sind.

Alternativen
Für die Hersteller der Kosmetikprodukte diene die Kunststoffe vor allem zur Senkung der Produktionskosten. Jedoch wären nachhaltige Alternativen nur geringfügig teurer. Der Beweis das der Verzicht durchaus möglich ist liefern Naturkosmetikmarken, diese sind grundsätzlich frei von Mikroplastik. Des Weiteren, kann man beispielsweise Peeling einfach selbst herstellen aus Zucker oder Kaffeesatz.

 

[3] https://www.umsicht.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2018/mikroplastik-in-kosmetik.html

Ein Beitrag von: Theresa Mittwich

 

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