Gymnasium am Römerkastell Bad Kreuznach

Besuch der Oberbürgermeisterin in der 9a

Ende November besuchte uns die Oberbürgermeisterin von Bad Kreuznach, Frau Heike Kaster Meurer. Berührungsängste in der Art wie zum Beispiel „Wie möchte sie eigentlich angesprochen werden? Frau Doktor? Frau Oberbürgermeisterin? Oder einfach Frau Kaster-Meurer?“ oder „ob die Anliegen und Fragen von Jugendlichen für sie überhaupt von Interesse sind“, kamen erst gar nicht auf. Gleich von Anfang an erzählte sie sehr ausgiebig von ihrer Berufslaufbahn, darunter auch, dass sie nicht vorhatte, Oberbürgermeisterin zu werden.

Nach dem Abitur studierte sie zunächst Medizin und war in verschiedenen Kliniken in Bonn als Chirurgin tätig, bis sie nach Bad Kreuznach zog, zusammen mit ihrem Mann, der hier eine Firma gekauft hatte. Mit ihm zusammen hat sie vier Kinder.

Zwischen interessanten Berichten und Erlebnissen aus ihrem Familien-, Privat- und Berufs-leben erfolgten Diskussionen mit uns Schülern über Themen wie „Wahlrecht ab 16“ oder „Drogenkonsum und Suchtberatung“. Auch zu stadtpolitischen Themen, wie zum Beispiel dem umstrittenen Moscheebau in Bad Kreuznach äußerte sie sich offen und ehrlich und ließ uns dadurch einen Einblick auf ihren Beruf nehmen.

Auf die persönliche Frage, ob ihr Amt sie verändert habe, antwortete sie: „Natürlich hat mich mein Beruf verändert, dadurch dass ich viele Termine habe und oft gestresst bin, aber ich lege viel Wert darauf, meine Freundschaften nicht zu vernachlässigen, denn man braucht immer ehrliche Leute, die mir dann auch mal sagen, wenn ich mich zu sehr in meinen Beruf vertiefe“.

Im Allgemeinen merkte man, dass Frau Kaster-Meurer die Meinung und Probleme von Jugendlichen wichtig sind, denn sie zeigte ein offenes Ohr und ging gerne auf unsere Anliegen ein. Abschließend gab sie den Hinweis, dass sich Kinder und Jugendliche bei gezielten Fragen oder Problemen jederzeit an das Jugendamt der Stadt wenden können, das sich unter anderem für die Förderung von Angeboten für Jugendliche einsetzt oder auch in Notsituationen Kindern und Jugendlichen zur Seite steht. (Diesen Tipp geben wir gerne an Euch alle weiter).

Auch wenn die Oberbürgermeisterin in der kurzen Zeit nicht auf alle Fragen ausführlich eingehen konnte, waren hinterher trotzdem alle begeistert von ihr und sie wurde von uns mit einer Karte mit all unseren Unterschriften und einer Tafel Schokolade verabschiedet.

Wir sagen Vielen Dank an Frau Dr. Kaster-Meurer für eine interessante, lustige und informative Stunde.

Eva Seemann, Klasse 9a

Schule Gymnasium Bad Kreuznach Röka