Gymnasium am Römerkastell Bad Kreuznach

Benehmen macht Schule – ein Projekttag in unseren 5. Klassen

Einblicke in den Projekttag der Klasse 5b

Gutes Benehmen ist wieder „in“ – so sollte man meinen. Doch die Realität im Schulalltag könnte den einen oder anderen daran zweifeln lassen, ob das wirklich der Fall ist…

Es ist kleine Pause… Rebecca liegt auf dem Tisch, hört ihre Lieblingssongs und singt, während sie sich Chips in den Mund schiebt, Fin stylt sich am Spiegel, Alex liest Comics und lacht schallend, während ein neuer Schüler schüchtern die Klasse betritt. Die Englischlehrerin kommt lässig in die Klasse spaziert, telefoniert mit ihrem Mann und setzt sich dann aufs Pult. Wo ist eigentlich Rebecca? Verschlafen schlurft die Genannte mit Handy in der Hand herein und lässt sich auf den Platz fallen: „Hab verpennt!“ Dann beginnt der Unterricht… Der ist aber schon nach fünf Minuten vorbei, denn Fr. Zwiebel beschließt, den Raum zu verlassen, weil es in der Klasse so mieft. Alex kommentiert: „Geile Idee, Alte, voll geil ey.“

Eine ungewöhnliche Schulstunde?

In der Tat, aber das kleine Theaterstück, vorgespielt durch vorher eingeweihte - und bestens vorbereitete - Schüler der Klasse 5b,  diente als Einstieg in den zum ersten Mal am 29.01.2018 an unserer Schule durchgeführten Projekttag „Benehmen macht Schule“.

Es war ein Vormittag, der mit viel Abwechslung aufwartete: Wir haben diskutiert, Verhaltensweisen in Rollenspielen ausprobiert, die Online-Umfrage „Benehmen“ im PC-Raum durchgeführt, Elemente aus dem Lions Quest-Programm eingesetzt, ein erstes Blatt für unseren Baum der Hilfsbereitschaft beschriftet und Filme passend zum Thema geschaut. Dabei ging es u.a. um diese Fragen:

  • Was sind gute Umgangsformen?
  • Was versteht man unter Höflichkeit?
  • Was bringt es mir und anderen, wenn ich mich gut benehme?
  • Wusstest du, dass Erfolg auch von deinem Benehmen abhängen kann?
  • Wie begrüßt man sich in Frankreich? Wie in Neuguinea? Und wie begrüßen wir uns hier in Deutschland?
  • Was bedeutet es, sich angemessen zu begrüßen?
  • Was ist „mein Abstand“?
  • Wie verändert sich mein Alltag, wenn ich mich passend/unpassend benehme?

Die Klasse 5b war sich am Ende des Vormittags einig:

„Wenn man sich gut benimmt, kommt man besser und leichter durchs Leben.“

Und was meint die Klassenlehrerin?

„Ich wünsche mir, dass dieses Programm  im Rahmen des Sozialen Lernens einen festen Platz in unserem Schulprogramm einnimmt.“ 

 

Aylin Hein

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